Die Chronik

Die Geschichte der Schützengilde. Hier finden Sie diverse downloadbare Artikel und einen Zeitstrahl der Gesamtgeschichte.

Downloads
Die Wiedergründung

Die Wiedergründung und der erste Vorstand 1994

 

Am 10. August 1994 haben nach über 50jähriger Zwangspause 10 Werderaner Bürger ein neues Zeitalter in der Geschichte der Schützengilde eingeläutet. In der Gaststätte „Zur Post“ versammelten sich Torsten Arnold, Uwe Carstensen, Klaus-Dieter Garbe, Ulrich Franke, Georg Hinz, Dr. Baldur Martin, Lutz Möwes, Klaus-Dieter Schwarz, Dirk Wahnsiedler und Fred Wahnsiedler um die Wiedergründung der Schützengilde als eingetragener Verein zu beantragen. Beim Amtsgericht in Potsdam erfolgte die Eintragung unter dem Namen „Schützengilde zu Werder (Havel) 1704 e.V.“. Im Januar 1995 wählten die inzwischen 34 Mitglieder ihren 1. Vorstand in nachfolgender Besetzung:

Präsident

Dr. Fritz Brude

Vize-Präs. und Schützenhauptmann

Klaus-Dieter Garbe

Rendant

Ulrich Franke

Schriftführer

Daniela Blessin

Stellvertretender Schützenhauptmann

Torsten Arnold

Offizier für Jugendarbeit

Klaus-Dieter Schwarz

Veranstaltungsleiter

Lutz Möwes

Ehrenratsvorsteher

Dr. Baldur Martin

 

Der Schießsport in unserer Gilde

Der Schießsport in unserer Gilde

von Guido Krafft

Zu den tragenden Säulen im Vereinsleben einer Schützengilde gehört natürlich der Schießsport. Deshalb möchte ich an dieser Stelle einen kleinen Überblick über unser Vereinsleben aus sportlicher Sicht geben. Zum einen haben wir da den Teil von Aktivitäten, die das ganze Jahr über stattfinden. Dazu gehören das laufende Training unserer Schützen und Gäste in der Schießhalle, das Jugendtraining sowie das spezielle Training der Senioren, die sich auf ihre Wettkämpfe im Rahmen der Landesliga vorbereiten. Weiterhin sind an dieser Stelle auch die regelmäßig durchgeführten Wettbewerbe zu nennen, wie der Monatspokal für Mitglieder und Gäste unter der Leitung von Schützenbruder Karl Hönig sowie das Donnerstagsschießen für Vereinsmitglieder unter der Leitung von Schützenbruder Christian Franke. Des weiteren gehören dazu eine große Anzahl von Veranstaltungen, die über das ganze Jahr verteilt das Vereinsleben ausmachen.

Das Sportjahr beginnt mit den Kreismeisterschaften in den Luftdruckdisziplinen im Februar und setzt sich fort in den Klein- und Großkaliberdisziplinen, die in den Monaten März bis Mai stattfinden. Hierbei nimmt unsere Gilde immer mit einer großen Anzahl Einzelstartern und Mannschaften teil. Mit der Ergebnisbilanz brauchen wir uns auch nicht zu verstecken.

Einen ersten Höhepunkt stellt dann das Baumblütenfest Ende April/Anfang Mai dar. Der transportable Luftgewehrschießstand wird an der Feststrecke aufgebaut. Wir führen das erste Vorschießen zum Königsschießen durch und kämpfen um den Baumblütenpokal mit dem Luftgewehr. Die Gäste und Besucher können sich beim Blumen- und Weinschießen messen. Anlässlich der Pfingsttafel des Königshauses wird dann der Pfingstpokal, diesmal mit der Armbrust, ausgeschossen.

Ein nächstes Highlight ist jeweils Ende Juni das Familienschießen der Gilde. Wir fahren mit einem gecharterten Bus zu einer Trapschießanlage (in der Regel nach Schweinitz) und führen im Rahmen eines gemütlichen Nachmittags in freier Natur die Vereinsmeisterschaften im Tontaubenschießen und ein Pokalschießen durch.

Im Monat August feiert die Stadt Werder ihr alljährliches Mühlenfest. Auch dort sind wir wieder mit dem Luftgewehrstand vertreten. Es findet die zweite Qualifikationsrunde zum Königsschießen und der Kampf um den Mühlenpokal statt. Die Bewerber und Bewerberinnen um die Königswürde für die nächste Saison stehen nun fest und wir nähern uns mit Riesenschritten dem Topereignis im Jahr - dem Schützenfest.

In Vorbereitung dessen findet in der Woche zuvor in unserer Schießhalle immer die offene Stadtmeisterschaft mit dem Kleinkalibergewehr und der Kleinkaliberpistole statt. Hierbei geben wir allen schießsportinteressierten Werderanern und ihren Gästen die Möglichkeit, um Pokalehren zu kämpfen. Auf dem Schützenfest selbst erfolgt dann der allerletzte Ausscheid um die Teilnahme am Königsschießen und das Königsschießen selbst auf die verdeckte Scheibe. Im Rahmenprogramm des Schützenfestes läuft das Preisschießen für die Gäste mit attraktiven Preisen und das sogenannte Löffelschießen für Vereinsmitglieder, bei dem wir um wertvolle gravierte Silberlöffel streiten. Den Abschluss des Sportjahres bilden im Oktober/November die Vereinsmeisterschaften in allen Luftdruck-, Kleinkaliber- und Großkaliberdisziplinen, die auch gleich die Qualifikation für die Kreismeisterschaften im kommenden Jahr darstellen. Weiterhin findet auch das Nachschießen zum Königsschießen statt. Hier haben alle Schützen, die das Jahr über keine Preise erringen konnten, die letzte Möglichkeit, doch noch einen Pokal zu ergattern und ihre Leistungen unter Beweis zu stellen.

1704

Gründung durch Friedrich I., „premium“ 36 Rthr 16 Gr

1713

Entzug des „premiums“ durch Friedrich Wilhelm I.

1745

Wiederbelebung der Gilde durch ein Königsschießen, eine Fahne ist vorhanden

1749

15.08. von Friedrich II. gewährtes Königliches „premium“ jetzt „Douceur“ von 30 Taler

1752

2 Kanonen vorhanden

1753

Anschaffung der Innungslade

1755

Erwähnung des ersten Schützenhauses am Galgenberg (Hoher Weg)

1759

4 Kanonen vorhanden

1767

Anschaffung einer neuen Fahne

1777

Klage des Apothekers Aschenborn gegen die Gilde

1784

Klage erfolgreich - 16.06. Verbot des Schießens am Galgenberg

1786

Schützenfest auf dem neuen Schießplatz am Kesselberg (5 Morgen für 1 Taler Erbzins)

1787

Älteste Königsscheibe (einfache Ausführung)

1789

Bau eines neuen Schützenhauses am Kesselberg (32 Fuß lang, 22 Fuß tief, eine Etage)

1796

04.04. auf Befehl Friedrich Wilhelm II. Verlegung des Schießplatzes zur Insel; Abbruch und Wiederaufbau des Schützenhauses in alten Maßen

1822

Verlängerung des Schützenhauses um 20 Fuß und Bau massiver Außenwände (nasser Untergrund)

1828

Gilde hat 97 Mitglieder (davon 23 Potsdamer)

1849

Neue Kanone (heute wider in unserem Besitz)

1853

Erste Kleiderordnung

1855

Um- und Anbauprojekt von Hofbaurat Hesse, Beihilfe von 500 Taler, Gesamtkosten 1700 Taler

1856

Erstes Adlerschießen (Vogelkönig)

1859

2 neue Fahnen (gewollte Doppelausstattung)

1863

Erste Tracht

1865

Erweiterungsbau des Schützenhauses komplett zweistöckig

1871

Kleiderordnung Frack und Zylinder

1873

Beleuchtung weithin sichtbar durch Leuchtgas

1888

01.06. Erteilung der Kooperationsrechte (juristische Person) von Kronprinz Wilhelm

1892

Letzte Vergrößerung des Schützenhauses mit Bühne und Treppenhaus

1904

Anschaffung der Jubiläumsfahne, Wiedereinführung der Tracht

1912

Bau des neuen Schießstandes mit Schießhaus

1919

Erstes Königsschießen nach dem Krieg

1927

Anfang von Protokollaufzeichnungen von General-, Haupt- und Vollversammlungen sowie Schützenfesten
in einem Protokollbuch

1928

214 zahlende Mitglieder, 3 Ehrenmitglieder, 3 beitragsfreie Mitglieder und 26 Witwen

1929

Feier zum 225. Jubiläum vom 05.-12. Mai

Anschaffung von 2 Böllerkanonen für 250,- Mark

Antrag auf Erwerb einer 3. Kanone

1933

Satzungsänderung: Einführung Führerprinzip (Führer, Stellvertreter und zwei Kassenprüfer)

Erstmals Beteiligung von Schützentöchtern am Silberschießen

1934

26.02. Bundesversammlung des Kreisschützenbundes Zauch Belzig.

Der Gilde-Führer heißt wieder Vorsteher Karl Dietloff zum Kreisschießsportleiter ernannt Schützenfest vom 29.07. bis 02.08. abgebrochen, wegen Tod Hindenburgs

1935

159 zahlende Mitglieder und 3 Ehrenmitglieder

Ernennung des Ältestenrates, Vorsteher und Stellvertreter, König, 2 Beiratsmitglieder (Rendant und Schriftführer,
2 älteste Offiziere)

1936

Karl Dietloff nach 17 Jahren Vorsteher verstorben, neuer Vorsteher Julius Kambach

1937
  • 50 Jahres Mitgliedschaft für Ehrenmitglied Major Louis Berendt.
  • Bürgermeister Mertens als Außerordentliches Mitglied im Beirat ernannt.
  • Bau eines Kleinkaliberschießstandes mit 6 Bahnen neben dem Großkaliberschießstand.
  • Schützenfest vom 01.08. bis 08.08.
  • Einweihung des Kleinkaliberschießstandes von Kreissportleiter Baumgärtner und Musikkorps unserer Fliegergarnison.
  • Dankschreiben vom Kommandeur der Garnison Werder Oberst Flörke
1938
  • 1. April - Bildung einer Jungschützenabteilung, Beitrag 0,50 M monatlich.
  • Aufnahme von Jungschützen (13.02.38) u.a. Ernst Bäck Junior.
  • 3. Mai Aufnahme von Jungschützen u.a. Karl Franz und Adolf Kassin jun.
  • Schützenfest vom 31.07. bis 07.08.
  • Bürgermeister Mertens zum Ehrenmitglied ernannt.
  • 10.11.39 in der Vorstandssitzung wurden 3 Jungschützen aufgenommen
  • Vom deutschen Schützenverband wird ein Wettkampfschießen zwischen der Wehrmacht und den Schützen angeordnet.
1939
  • Schützenfest vom 30.07. bis 06.08.
  • Während des Krieges auch die Damen und Kinder der Kameraden zu Versammlungen eingeladen
  • 8-10 Kameraden eingezogen
  • Hans Plönning Schützenkönig bis 1941
  • Willi Kagel 1. Jungschützenkönig
1941
  • 160 zahlende Mitglieder
  • 30 zahlende Witwen
  • 42 Jungschützen
  • 50 Jahre Mitgliedschaft für Gebrüder Kassin (Friedrich, August und Adolf)
  • Kein Silberlöffel-Schießen im Krieg
1942
  • 235 Mitglieder
  • W. Seiler Schützenkönig bis 1943
1943
  • 230 Mitglieder
  • Julius Kambach als Vorsteher für 3 Jahre wiedergewählt
  • Neuanpflanzung des Schützengartens mit Bäumen, besonders durch jüngere Mitglieder
  • Ende des Protokollbuches (8 Seiten herausgerissen!)
1994

Wiedergründung am 10. August 1994 (10 Gründer)

Aufnahme in den Stadt- und Landessportbund und in den Brandenburgischen Schützenbund

Am Jahresende 34 Mitglieder

1995
  • Erster Schützenball nach Wiedergründung auf der Friedrichshöhe
  • Erstes Ernte- und Schützenfest mit Königsschießen, erster König Klaus-Dieter Haase
  • Fahnenweihe der nach historischem Vorbild gestalteten Vereinsfahne - Antrag auf Rückübertragung des Schützenhauses bei dem LARoV (Ablehung)
  • Aufspüren der Böllerkanone aus dem Jahre 1849 im Potsdam- Museum und Leihgabe an die Stadt Werder
  • Kontaktaufnahme mit der Stabskompanie der Panzerbrigade 42 (Major Linder) als ersten Schritt zum Abschluss der
    Patenschaft Bundeswehr - Stadt Werder (Havel)
1996
  • Kauf einer Böllerkanone von der Fa. Sportwaffen Saxonia Schwarzenberg
  • Inbetriebnahme des Vereinszimmers in der Alten Weberei
1997
  • Anschaffung einer Standarte nach dem Muster der Gildefahne
  • 1. Mai Patenschaftsvertrag zwischen Stabskompanie und der Stadt Werder (Havel)
  • Erstes Königsschießen der Frauen, erste Königin Dorit Teich
  • Kontaktaufnahme mit dem Schützenverein Schweicheln-Bermbeck
1998
  • Pachtvertrag und Ausbau eines Kellers in der Vulkanfiberfabrik
  • 22.12. Inbetriebnahme der Schießanlagen nach Rekordbauzeit
1999-2004

Entwickeltes Vereinsleben in der Traditionspflege und dem Sportschießen

2004
  • Am 01.01. 2004 93 Mitglieder (4 Jugendliche, 20 Damen, 69 Herren; 3 Witwen und 9 Gastmitglieder)
  • Im Jahre 2004 fand das große Jubelfest zur 300 Jahr-Feier statt.

 

 

 

Copyright © SchumeVISION Media GbR