ShootyCup Team erneut siegreich
22.09.2017 14:34
von André Schume
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ShootyCup Team erneut siegreich

Am 31.08.2017 war es mal wieder soweit. Die große Luftdruckhalle auf der Olympiaanlage in München-Hochbrück wurde zum bedeutendsten Pokalwettkampf für die Schüler in Deutschland hergerichtet. Zum RWS-Shooty Cup, der in diesem Jahr zum 23. Mal stattfand, dürfen aus jedem Landesverband zwei Pistolen- und zwei Gewehrschützen der Schülerklasse antreten (die sich über mehrere Ebenen zu diesem Wettkampf qualifizieren müssen. )

Die Qualifikation zum Endkampf in München ist für die Kids immer ein ganz besonderes Erlebnis. Hier gilt es, 20 Wertungsschüsse unter Bedingungen abzugeben, die es sonst bei keinem anderen Schießsportereignis zu erleben gibt. Eine Halle voller Fans, die die jungen Sportler versuchen unter Jubel und Anfeuerungsrufen zum Sieg zu schreien. Jede geschossene Zehn wird mit Rasseln, Tröten und Beifall bejubelt. Die Fans der jeweiligen Landesverbandsmannschaften versuchen sich gegenseitig zu überbieten. Familien, Trainer, mitgereiste Vereinskameraden und Freunde lassen ihren Emotionen freien Lauf.

Keine leichte Aufgabe da noch gut zu schießen. Die Brandenburger Kids waren aber wie in jedem Jahr gut vorbereitet und lösten ihre Aufgabe hervorragend. Franz Müller, der in diesem Jahr zum zweiten Mal antrat, zeigte sich zwar sichtlich nervös, startete aber mit einer sehr guten 89er Serie. Pascal Schlaack schoss sogar eine überragende 94er Startserie (beide SGi Frankfurt/Oder). Die Gewehrschützin Svenja Graßmann schoss eine gute 92er Serie und Joline Ziegert eine eher enttäuschende 88er Serie (beide SGi Werder/Havel). Mit 363 Ringen bedeutete das nach jeweils 10 Schüssen Platz 4. Die Zwischenergebnisse wurden auf einer großen Anzeigetafel ständig aktualisiert. In der zweiten Serie lief es für die Pistolenschützen nicht mehr ganz so gut, aber immer noch gut genug. Mit einer 88 Serie und 182 Ringen fand sich Pascal am Ende des Tages auf dem Siegerpodest mit Tagesbestleistung bei den LP Schützen wieder. Mit einer 85 Serie und 174 Ringen war Franz nicht zufrieden, aber auch damit war er in der Einzelwertung gut dabei. Svenja schoss mit einer zweiten 90er Serie ein für sie gutes Ergebnis unter diesen Bedingungen und konnte sehr zufrieden sein. Joline, mit dem ersten Teil ihres Wettkampfes so gar nicht zufrieden, zeigte in der zweiten Serie was sie kann. Eine 10 nach der anderen erschien auf ihrem Monitor, mit einer 95 Serie fand sie sehr gut zurück in den Wettkampf.

Das Mannschaftsergebnis von 721 Ringen bedeutete für unser Brandenburger Team Platz 3 im Vorkampf. Jetzt kam der schwierigste Teil des Tages:es galt das richtige Los zu ziehen. Der Sieger wird wie bei wichtigen Schießsportevents im Finale ermittelt. Hier schießen die Kinder aber nicht selbst, sondern Vertreter der deutschen Nationalmannschaft, die per Los ermittelt werden. Je ein Pistolen- und ein Gewehrschütze gehen für die jungen Nachwuchssportler an den Start. Die Wunschkandidaten standen fest. Es sollte auf jeden Fall wieder Isabella Staub werden, da sie 2016 für unser Team das beste Gewehrfinale geschossen hat. Alle waren sich einig, wer für Pistole gezogen werden soll: hier war Christian Reiz der Topfavorit beim Brandenburger Team.

Joline zog als erstes für Gewehr und zum Jubel aller konnte sie den Namen von Isabella vorlesen. Die Spannung stieg als Franz das Pistolenlos zog und ebenfalls einen Namen vorlesen durfte, der beim Brandenburger Team großen Jubel auslöste. Christian Reiz und Isabella Straub sollten tatsächlich das Finale für das Team Brandenburg schießen.

Nach den ersten Finalschüssen war erst mal der große Jubel verflogen beide Schüsse flogen in die 9,5 bzw. in die 9,6. Bei den Mannschaften auf Platz 1 und 2 war es auch nicht anders, dort schoss Joline Beer mit dem Gewehr für die auf Platz 1 liegenden Hessen sogar eine 8,5. Nach dem ersten Finalschuss lag unser Team zurückgereicht auf Platz 7. Aber die Aufholjagd unserer Finalisten begann mit Schuss 2 der 5. Platz hat die Hoffnung in die Gesichter der Kinder zurückkehren lassen. Nach dem 3. Schuss und einer 20,6 lagen sie schon auf Platz 2 hinter dem Badischen Team. Es ging eng weiter immer mal einen Platz runter und wieder hoch. Nach 5 Finalschüssen lagen die Würtenberger auf Platz 1, Brandenburg und Südbaden mit einem Ring Rückstand auf Platz 2. Bis zum 8. Finalschuss ging es dann zwischen Platz 2 und 3 immer hin und her. Nach dem vorletzten Finalschuss stand bei den Brandenburgern und den Württembergern eine 324,8 gefolgt von einer 323,9 aus Südbaden. Platz 4 ging bis dahin an Baden. Alles schien möglich, das Podest zum Greifen nahe. Die Anspannung stieg und stieg. Fans aus Brandenburg und Berlin feuerten gemeinsam Isabella und Christian an. Eine 10,4 von Isabella und eine 10,6 von Christian bedeutete mindestens Platz 2, aber was schossen Dallinger und Heise für Württemberg. Auf den Monitoren erschienen eine 10,2 und eine 10,5.

Die Brandenburger siegten mit 0,3 Ringen Vorsprung vor Württemberg. Die Anspannung wich mit lautem Jubelgeschrei aus dem Brandenburger Team. Die Kinder, Trainer und Eltern bedankten sich überglücklich bei ihren Stars für das gelungene Finale. Das war ein Tag, den die Mannschaft sicher niemals vergessen wird.

Erste Glückwünsche vor Ort und telefonisch kamen sofort nach dem Finale vom ebenfalls siegreichen Shooty Cup Team 2014.

Der Sieg wurde anschließend noch ausgiebig beim Essen gefeiert. Leider viel zu kurz, aber der nächste Wettkampf stand am folgenden Tag schon um 08.00 Uhr für Joline im Luftgewehr Dreistellungskampf auf dem Programm.

 

 

(Text: Frank Kanzler)

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